Martin Beinstein und Markus Theis sind die Garanten für den Sieg

 

Am zweiten Staffeltag waren Hundsangener Schützen Gastgeber für die Mannschaften aus Mengerschied, Rott-Wied und Altenwied.

 

Um 10:00 Uhr startete der erste Wettkampf: Die Hundsangener trafen auf die starke Mannschaft der Sp. Sch. Burg Altenwied. Aufgrund der Ergebnisse des ersten Staffeltages wird die Setzliste für den zweiten Staffeltag neu erstellt. Der beste Schütze wird auf Eins gesetzt und so geht es weiter bis zur Position Fünf. Martin Beinstein auf der Eins legte los wie die Feuerwehr: Er schoss 30 Zehner und beendete seinen Wettkampf mit dem Maximalergebnis 300 Ringe. Sein Gegner Günter Sterzer schoss ebenfalls eine Zehn nach der anderen, aber mit dem 27. Schuss leuchtete eine Neun auf. Das war der Sieg für Martin. Auf Position zwei war es auch sehr lange spannend: Markus Theis traf auf die erfahrene Schützin Maria Ewens. Beide starteten mit sehr guten Zehnern. Maria schoss etwas schneller als Markus. In der letzten Serie wurden die Zehner bei Maria immer knapper und plötzlich war es passiert: Zwei Neuner bedeuteten am Ende 298 Ringe. Markus hingegen schoss eine hervorragende Zehn nach der anderen und beendete die Serie mit 300 Ringen, der zweite Punkt war damit gesichert. Auch die dritte Paarung versprach Spannung bis zum Schluss. In der ersten Serie schoss Bernd Weidenfeller zwei Neuner, und diesen Rückstand konnte er nicht mehr aufholen. Auch die beiden perfekten Serien zum Schluss, die den Endstand von 298 Ringen bedeuteten, reichten nicht zum Sieg. Seine Gegnerin Christa Sterzer schoss lediglich eine Neun und beendete ihren Wettkampf mit 299 Ringen. Lothar Postawa, der Gegner von Michael Braun, war der schnellste Schütze auf dem Schießstand: Er schoss jeweils zwei Neuner in jeder Serie, was 294 Ringe als Ergebnis ergab. Michael machte es zunächst spannend: Auch er schoss zwei Neuner in der ersten Serie. Aber dann drehte er richtig auf, mit perfekten Schüssen bis zum Schluss erreichte auch er 298 Ringe und holte den entscheidenden dritten Punkt für die Hundsangener. Für Peter Wagenbach lief es gar nicht gut. In der Probeserie schoss er eine gute Zehn nach der anderen, mit dem Start des Wettkampfs wurde er unsicher. Im Laufe des Wettkampfs wurde er wieder stabiler und erreichte am Ende 285 Ringe. Für einen Punkt reichte es aber nicht. Seine Gegnerin Regina Postawa startete ebenfalls ungewohnt schlecht, sodass nach der ersten Serie noch alles offen war. Dann aber setzte sie sich von Peter ab und erreichte 293 Ringe. In einem spannenden Wettkampf siegten die Bärenschützen mit 3:2.

 

Hundsangen

 

:

Altenwied

 

3

:

2

Beinstein

300

: 299

Sterzer

Theis

300

: 298

Ewens

Weidenfeller

298

: 299

Sterzer

Braun

298

: 294

Postawa

Wagenbach

285

: 293

Postawa

 

Dirk Kauch überrascht als Ersatzmann mit einer beeindruckenden Serie

 

Am späten Nachmittag stand der zweite Wettkampf auf dem Programm, dann sollte der nächste Sieg eingefahren werden. Bernd stand nicht zur Verfügung, dafür schoss Dirk Kauch als Ersatzmann mit.

 

Durch diese Änderung änderte sich auch die Setzliste der Hundsangener. Der Gegner Rott-Wied verlor am Vormittag seinen Kampf ganz knapp und ging hochmotiviert auf den Stand. Auf den Positionen Eins und Zwei lief es wie am Vormittag, Martin war zwar etwas nervöser, aber dennoch schoss er 30 Zehner und erzielte erneut das Maximum von 300 Ringen. Sein Gegner startete ebenfalls gut, kam aber nur auf 295 Ringe. Markus schoss eine sehr gute Serie mit hervorragenden Zehnern, auch für ihn standen am Ende 300 Ringe auf dem Monitor. Sein Gegner leistete sich zwei Neuner in der Mitte des Wettkampfs und erreichte somit 298 Ringe. Damit waren die ersten beiden Punkte eingefahren. Michael an Position Drei aufgerückt, konnte an die Leistung vom Vormittag nicht anschließen. Er kam lediglich auf 293 Ringe und hatte keine Chance gegen seinen Gegner, der 299 Ringe erzielte. Peter Wagenbach steigerte sich auf gute 294 Ringe an Position Vier, aber sein Gegner schoss ebenfalls hervorragende 299 Ringe. Unser Joker und Ersatzmann Dirk lieferte einen phantastischen Wettkampf ab: Seine Gegnerin schoss den perfekten Wettkampf und für alle überraschend 300 Ringe. Was machte unser Ersatzmann Dirk? Die ersten beiden Serien beendete er mit 100 Ringen. Da Dirk immer die volle Wettkampfzeit ausnutzt, schoss er die letzten acht Schüsse alleine auf dem Schießstand. Eine Zehn nach der anderen erschien auf der Anzeige, bis zum drittletzten Schuss: Der Monitor zeigte eine 9,9 - knapper ging es nicht. Mit zwei weiteren Zehnern beendete er den Wettkampf mit hervorragenden 299 Ringen. Wer hätte das vorher gedacht?

Natürlich war die Enttäuschung groß, den Kampf verloren zu haben, aber der Gegner war an diesem Nachmittag zu stark.

 

 

Tell Hundsangen

:

SV Rott-Wied

2

:

3

Beinstein     300      

: 295

Klein

Theis           300               

: 298

Wiesemann

Braun          293          

: 299

Wagner

Wagenbach  294      

: 299

Israel

Kauch          299

: 300

von der Gönne

 

Als Tabellenführer fahren die Hundsangener am 01. Dezember zum nächsten Staffeltag nach Mengerschied. Gegner sind dort die Mannschaften vom SSV Dreis und SSV Bad Breisig.

 

Die erste LG Auflage-Mannschaft holt die ersten Punkte in der Landesoberliga

 

Am ersten Staffeltag mussten die Hundsangener Schützen nach Adenau. Gegner waren der SV Soonwald Mengerschied und die Heimmannschaft des BSC Adenau.

Um 11:30 Uhr war es soweit: Der Wettkampf wurde durch den Schiedsrichter gestartet. In der Landesoberliga schießen jeweils fünf Schützen beider Mannschaften im direkten Vergleich gegeneinander. Auf Position Eins musste Michael Braun ins Stechen: Er und sein Gegner schossen jeweils 296 Ringe. Bernd Weidenfeller an Position Zwei schoss ebenfalls 296 Ringe und unterlag seinem Gegenüber, der 298 Ringe erzielte. Martin Beinstein auf Drei erzielte hervorragende 299 Ringe und gewann somit seinen Wettkampf gegen 290 Ringe. Markus Theis erzielte ebenfalls sehr gute 299 Ringe und holte einen weiteren Punkt gegen seinen Gegner, der 296 Ringe erzielte. Auf Position Fünf startete Peter Wagenbach sehr nervös in den Wettkampf. Er steigerte sich mit jedem Schuss, verlor aber dennoch mit 291 gegen 294 Ringe. Jetzt folgte das Stechen: Mit dem ersten und zweiten Stechschuss erzielten beide eine Zehn. Der dritte Stechschuss brachte die Entscheidung: Michael erzielte eine Zehn und sein Gegner eine Neun. Damit war der dritte und entscheidende Punkt für den Sieg eingefahren.

 

Hundsangen

 

:

Mengerscheid

 

3

:

2

Braun (10)

296

:296

Caspar (9)

Weidenfeller

296

:298

Duckgeischel

Beinstein

299

:290

Lukas

Theis

299

:296

Jakoby

Wagenbach

291

:294

Meurer

 

 

Am Nachmittag stand der zweite Wettkampf auf dem Programm, da wollten die Hundsangener die nächsten Punkte einfahren. Der Gegner BSC Adenau verlor am Vormittag seinen Kampf und ging angespannt auf den Stand. Alle fünf Paarungen versprachen Spannung bis zum Schluss. Michael Braun ging von Anfang an mit einem Ring in Führung und konnte diese bis zum Schluss verteidigen. Auch Bernd Weidenfeller steigerte sich im zweiten Wettkampf und dominierte seinen Gegner von Beginn an. Martin Beinstein lag zunächst in Führung, doch sein Gegner schoss ebenfalls eine hervorragende Serie, am Ende erzielten beide 299 Ringe. Ein Stechen musste hier die Entscheidung bringen. In der nächsten Paarung holte Markus Theis souverän einen Punkt, am Ende hatte er drei Ringe Vorsprung. Ebenfalls mit drei Ringen Differenz gewann Peter Wagenbach seinen Punkt. Der Sieg stand damit schon fest, jetzt konnte Martin noch den fünften Einzelpunkt im Stechen holen. Das Stechen nahm einen kuriosen Verlauf: Martin schoss eine Zehn, der Schuss von Heinen wurde vom System nicht angezeigt. Heinen durfte den Schuss wiederholen, dieser wurde wieder nicht angezeigt. Heinen wechselte daraufhin den Schießstand, und auch dort wurde zunächst kein Schuss erkannt und angezeigt. Keiner konnte verstehen, wie so etwas möglich ist. Mit dem nächsten Schuss fiel dann die Entscheidung, Heinen erzielte eine Zehn und bei Martin leuchtete nur ein Neun auf dem Monitor auf. Ein ärgerlicher Punktverlust, der zum Großteil der Hektik beim Standwechsel und der fehlerhaften Anzeige zuzuschreiben ist.

 

BSC Adenau

 

:

Tell Hundsangen

 

1

:

4

Weinand

296

:297

Braun

Hartmann

295

:298

Weidenfeller

Heinen(10)

299

:299

Beinstein (9)

Arenz

295

:298

Theis

Hartmann

292

:295

Wagenbach

Martin Beinstein erreicht das Finale bei der Deutschen Meisterschaft

 

Es war eine großartige Leistung von Martin im Vorkampf: Mit überragenden 317,1 Ringen belegte er den vierten Rang von 300 qualifizierten Schützen. Er qualifizierte sich somit als erster Hundsangener Schütze für einen Finalkampf bei einer Deutschen Meisterschaft, aber der Reihe nach:

 

Die beiden Molsberger Martin Beinstein und Markus Theis haben sich als einzige aus der Riege der LG-Auflage-Schützen vom Tell für die Deutsche Meisterschaft in Dortmund qualifiziert. Sonntagfrüh um 07:00 Uhr starteten die beiden nach Westfalen. Dort angekommen wurde die Anmeldung und Waffenkontrolle durchgeführt.

Beide Waffen wurden ohne Beanstandung für den Wettkampf zugelassen. 11:30 Uhr war die Startzeit für die Tell-Schützen in der großen Schießhalle des Westfälischen Schützenbundes. 108 Luftdruckstände stehen zur Verfügung, insgesamt starteten ca. 1.700 Schützen in fünf verschiedenen Altersklassen.

Nach einer individuellen Vorbereitung auf den Wettkampf ging es um 11:30 los. Beide starteten sehr gut in die Probeserie. Dann erfolgte der Start der 30-Schuss-Wettkampfserie. Martin startete mit sehr guten 105,5 Ringen, Markus schloss die erste Serie mit 104,0 Ringen ab. In der zweiten Zehner-Serie schoss Martin 104,9 Ringe und Markus 106,1 Ringe. Damit lagen beide sehr gut im Rennen. In der letzten Serie gelang Martin ein überragendes Ergebnis: 106,7 Ringe und die Gesamtleistung von 317,1 Ringe bedeuteten am Ende Platz Vier und damit die Qualifikation für das Finale der besten acht Schützen. Markus schoss leider keine überragenden Zehner mehr und kam auf 103,8 Ringe, am Ende bedeutete dies der sehr gute 51. Platz mit 313,9 Ringen. Nur 2 Ringe mehr und er wäre auch unter den Top Ten gewesen.

 

Dann folgte das erste Finale für Martin:

Nach einem Reporting, Einweisung in den Ablauf des Finalschießens, ging es mit der Begrüßung der einzelnen Finalteilnehmer los. Unter den Augen von ca. 250 anwesenden Schützen und Zuschauern begannen die Vorbereitungen für das Finale. Nach der Einrichtzeit folgte ein fünfminütiges Training. Dann wurde es ernst: Die ersten fünf Wertungsschüsse konnten geladen und geschossen werden, und das in der vorgegebenen Zeit von 250 Sekunden! Dann wurden die nächsten fünf Wertungsschüsse abgegeben. Nach dem Zwischenstand der ersten 10 Schuss wurden nun jeweils zwei weitere Schüsse nach Ansage geladen und geschossen, damit wird eine Druck- und Stresssituation für die Schützen erzeugt. Martin schoss leider zwei unglückliche Neuner in der zweiten Serie, damit startete er von ganz hinten im Finale. Nach weiteren knappen Schüssen belegte er am Ende den hervorragenden siebten Platz! Ein großartige Leistung, die vorher niemand erwartet hatte.

Herzlichen Glückwunsch an Martin.

Martin im Finale zwischen den anderen Finalteilnehmern